🔐 Kaution prüfen
Kaution zurückbekommen – Sind die Abzüge berechtigt?
Nach dem Auszug muss der Vermieter die Kaution innerhalb von 3-6 Monaten abrechnen. Wir prüfen, ob die Abzüge berechtigt sind – und helfen dir, dein Geld zurückzuholen.
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Was wir für dich prüfen
Die Kautionsabrechnung ist oft komplex und viele Vermieter nutzen dies aus. Wir durchleuchten alle wichtigen Aspekte deiner Abrechnung und zeigen dir genau, welche Abzüge berechtigt sind – und welche nicht.
Abrechnungsfrist – Zeit läuft für den Vermieter
3-6 Monate Frist beachten
Der Vermieter hat nach deinem Auszug maximal 3-6 Monate Zeit, um die Kaution abzurechnen. Diese Frist ist gesetzlich nicht exakt festgelegt, aber die Rechtsprechung hat sich auf diesen Zeitraum eingependelt.
Wichtig: Hat der Vermieter nach 6 Monaten nicht abgerechnet, kannst du die volle Kaution zurückfordern. Die Beweislast liegt dann beim Vermieter, dass die Verzögerung gerechtfertigt war. Je länger die Abrechnung dauert, desto schwächer wird seine Position.
Berechtigung der Abzüge – Was darf abgezogen werden?
Nicht jeder Abzug ist automatisch rechtmäßig. Wir prüfen jeden Posten einzeln und stellen sicher, dass du nur für tatsächlich berechtigte Forderungen zahlst.
💰 Mietschulden
Berechtigt: Wenn nachweisbar und nicht verjährt. Der Vermieter muss konkret belegen, welche Miete in welchem Monat fehlt.
🔨 Schäden
Nur bei echter Beschädigung: Abzüge nur für Schäden über die normale Abnutzung hinaus. Ein zerkratzter Parkettboden nach 10 Jahren Wohnzeit? Normale Abnutzung!
🎨 Schönheitsreparaturen
Oft unberechtigt: Viele Klauseln im Mietvertrag sind unwirksam. Starre Fristen oder unrenoviert übernommene Wohnung? Du musst nichts zahlen!
💡 Nebenkostennachzahlung
Nur als Einbehalt: Der Vermieter darf die Kaution einbehalten, bis die Nebenkostenabrechnung vorliegt – aber nicht pauschal abziehen ohne Nachweis.
Nachweis der Schäden – Beweislast liegt beim Vermieter
Ein entscheidender Punkt bei der Kautionsabrechnung: Der Vermieter muss die Schäden nachweisen können. Ohne Beweis kein Abzug – so einfach ist das!
Das Übergabeprotokoll ist entscheidend: Idealerweise wurde bei Ein- und Auszug ein detailliertes Protokoll erstellt. Fehlt ein Übergabeprotokoll vom Einzug, kann der Vermieter kaum beweisen, dass du für einen Schaden verantwortlich bist.
Viele Vermieter versuchen, Schäden pauschal abzurechnen oder behaupten einfach, die Wohnung sei beschädigt. Ohne konkrete Nachweise – wie Fotos, Handwerkerrechnungen oder ein unterschriebenes Protokoll – musst du das nicht akzeptieren.
Zinsen auf die Kaution – Dein Anspruch
Die Kaution muss vom Vermieter verzinst auf einem separaten Konto angelegt werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Du hast Anspruch auf die erwirtschafteten Zinsen – auch wenn diese aktuell minimal sind.
Viele Mieter wissen nicht, dass sie die Zinsen fordern können. Bei einer Kaution von 1.500 Euro über mehrere Jahre können durchaus 50-100 Euro zusammenkommen. Der Vermieter muss dir die Zinsen zusammen mit der Kaution auszahlen.
Häufige unberechtigte Abzüge – So wirst du abgezockt
Viele Vermieter versuchen, unberechtigte Kosten auf die Mieter abzuwälzen. Diese Abzüge solltest du auf keinen Fall akzeptieren:
Typische unberechtigte Abzüge im Detail
Normale Abnutzung
Abgewohnter Teppich nach 8 Jahren, verblasste Tapete, kleine Dübellöcher – das ist alles normale Abnutzung. Der Vermieter kann dafür keinen Schadensersatz verlangen. Die Wohnung muss nicht wie neu übergeben werden!
Schönheitsreparaturen
Wenn die Klausel im Mietvertrag unwirksam ist (was sehr oft der Fall ist!), kannst du Abzüge dafür komplett ablehnen. Starre Fristen, unrenoviert übernommene Wohnung oder pauschale Endrenovierung – alles unwirksam.
Pauschale Reinigungskosten
"Grundreinigung 300 €" ohne konkreten Nachweis? Das musst du nicht akzeptieren! Der Vermieter muss nachweisen, dass eine professionelle Reinigung nötig war und diese auch tatsächlich durchgeführt wurde – mit Rechnung.
Überhöhte Handwerkerkosten
Vergleich mit marktüblichen Preisen ist wichtig. Eine Luxussanierung auf Kosten deiner Kaution ist nicht erlaubt. Der Vermieter darf nur gleichwertig reparieren, nicht aufwerten.
So gehst du gegen unberechtigte Abzüge vor
Abrechnung prüfen
Analysiere jeden einzelnen Posten der Kautionsabrechnung genau. Sind alle Abzüge detailliert aufgeführt und begründet?
Widerspruch einlegen
Schreibe einen formellen Widerspruch mit konkreter Begründung. Setze eine angemessene Frist zur Rückzahlung (z.B. 14 Tage).
Rechtliche Schritte
Bei Ignorierung deines Widerspruchs kannst du ein Mahnverfahren einleiten oder klagen. Viele Vermieter lenken vorher ein.
Der Aufwand lohnt sich: In vielen Fällen zahlen Vermieter die einbehaltene Kaution nach einem professionellen Widerspruch zurück, um rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Kaution nicht bekommen? Abzüge zu hoch?
Wir prüfen deine Kautionsabrechnung auf Herz und Nieren und erstellen für dich ein rechtssicheres Rückforderungsschreiben. Mit unserem Kautions-Checker bekommst du innerhalb weniger Minuten Klarheit über deine Ansprüche.
Kostenlose Prüfung: Lade deine Kautionsabrechnung hoch und erhalte eine detaillierte Analyse aller Abzüge. Wir zeigen dir genau, welche Positionen unberechtigt sind und wie viel Geld du zurückfordern kannst.